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Warum Kapitalismuskritik nicht                       ohne Liebe zu denken ist

Sunday, October 7th, 2018

Zur Einführung in materialistisch-feministische Theorien
Vortrag und Diskussion mit Katharina Volk

21.10.2018 | 14:00 Uhr | Baracke | Münster


In den 1970er Jahren forderten Feministinnen die Befreiung der ‚Hausfrau‘, welche die unbezahlte Hausarbeit „aus Liebe“ leistet. Mit ihren Publikationen und Aktionen zeigten sie dabei auf, dass eine emanzipatorische Kapitalismuskritik nicht ohne den Blick auf die gesellschaftliche, geschlechtliche und internationale Arbeitsteilung auskommt. Auch heute muss eine radikale Kritik am Bestehenden sowohl die Erwerbs- als auch die Familienarbeit in ihren Verhältnissen und ihrer Verwobenheit erfassen – und die spätestens seit der Hausarbeitsdebatte unausweichlichen Fragen nach den Zusammenhängen von Kapitalismus und Patriarchat sowie der Produktion der Lebensmittel (Warenproduktion) mit der Produktion des Lebens („Reproduktion“) stellen.

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Lesekreis Materialistische Staatskritik

Monday, April 9th, 2018

ab 16.04.2018 | 20 Uhr | Uni AStA | Schlossplatz 1
[ Bitte einsteigen! ]


Materialistische Kritiker*innen kommen bei ihren Ermittlungen gegen die Gesellschaft, in der wir leben, zu dem Resultat: Der Staat muss weg. Doch was ist dran an dieser Feststellung und den Analysen, die zu ihr führen? Was ist der Staat überhaupt und (wie) werden wir ihn jemals los?

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AfD & FPÖ

Tuesday, May 30th, 2017

Antisemitismus, völkischer Nationalismus und Geschlechterbilder
Buchvorstellung und Diskussion mit Stephan Grigat

14.06.2017 | 19:00 Uhr | SCH 100.3 | Scharnhorststr. 100

Als ausgesprochen junger Partei ist es für die „Alternative für Deutschland“ von zentraler Bedeutung, mit der „Freiheitlichen Partei Österreichs“ einen Verbündeten zu haben, der auf jahrzehntelange Erfahrung im politischen Geschäft zurückblicken kann. Auf Grund der sowohl zu Zeiten Jörg Haiders als auch unter dem heutigen Vorsitzenden Heinz-Christian Strache gesammelten Erfahrungen, wie ein Wähler*innenklientel über den harten Kern von überzeugten Rechtsradikalen hinaus angesprochen werden kann, ist die FPÖ für die AfD ein bevorzugter Partner. Für die FPÖ wiederum bietet sich erstmals die Gelegenheit, dass sich dauerhaft eine erfolgreiche Schwesterpartei in Deutschland etabliert, die zwar rechts von den Unionsparteien agiert, aber anders als etwa die NPD auch auf Bundesebene breitere Wähler*innenschichten anspricht und nicht permanent von einem Verbot bedroht ist.

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Postödipale Subjekte und ihr Geschlecht

Sunday, January 15th, 2017

Vortrag und Diskussion mit Tove Soiland

05.02.2017 | 16:30 Uhr | Baracke | Münster

Jacques Lacan hat mit seiner These eines Wandels in den Über-Ich-Strukturen, wie er sie in seinen Seminaren Ende der 1960er formulierte, einen wichtigen Beitrag zu einer Gegenwartsdiagnose spätkapitalistischer Gesellschaften geleistet. Unter dem Stichwort “postödipale Subjektivierung” werden seine Thesen heute von der Schule von Ljubljana weitergeführt, um die Fallstricke jener Liberalisierung, welche die Proteste der 68er Generation maßgeblich mit angestoßen haben, zu verstehen.

Vor diesem Hintergrund geht der Vortrag der Frage nach, ob dem Auftauchen multipler geschlechtlicher Positionen, wie sie heute im Zuge des cultural turn als Unterwanderung der traditionellen Geschlechterordnung hochgehalten werden, tatsächlich ein subversives Potential zukommt, oder ob diese nicht vielmehr Ausdruck einer neuartigen “Biopolitik des Genießens” sind, die, weit davon entfernt, befreite Subjekt hervorzubringen, diese einer neuartigen Form von Herrschaft unterwerfen.

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Nach Orlando

Thursday, October 6th, 2016

Die »queer community« übt die kulturalistische Unterwerfung
Vortrag und Diskussion mit Tjark Kunstreich

27.10.2016 | 19:30 Uhr | Hörsaal F2 | Domplatz 20-22

Die Mutmaßungen über den Massenmörder, der am 12. Juni 2016 im Pulse-Club im Alleingang einen Pogrom exekutierte, sowie die Art und Weise, in der die »queer community« den 49 Ermordeten gedenkt, haben eines gemeinsam: das Schweigen über den islamistischen Hintergrund der Tat. Dem Mörder wird zugeschrieben, er sei »homophob« aus der Verdrängung der eigenen Homosexualität gewesen; die Ermordeten werden zu Opfern zu lascher Waffengesetze in den USA. Entsprechend wendet sich die Community gleichermaßen gegen »Islamophobie und Homophobie« und protestiert in vorauseilender Empörung gegen die Stigmatisierung von Muslimen.

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Kritische Theorie und Emanzipation

Saturday, April 16th, 2016

Ein einführendes Tagesseminar mit Marc Jacobsen, Dirk Lehmann
und Florian Röhrbein

30.04.2016 | 10:30-18:00 Uhr | ITP | Münster

„Mitmachen wollte ich nie…“ mit diesem Ausspruch brachte Leo Löwenthal treffend das fundamentale Misstrauen zum Ausdruck, mit dem kritische Theorie der gegenwärtigen Gesellschaft begegnet. Ist dies doch eine Gesellschaft, die den Menschen einzig und allein als disponible Größe zur Auspressung von Mehrwert kennt und die ihr Anderes, Natur, rein als Gegenstand einer krämerseligen Vorstellung von Nützlichkeit betrachtet. Diese Verhältnisse, in denen Mensch und Natur gleichermaßen erniedrigte und geknechtete, verächtliche und verlassene Wesen sind, umzustürzen, steht im Zentrum aller Anstrengung von kritischer Theorie. Und insofern begreift sie sich auch als die theoretische Seite der Befreiung der Menschheit aus Ohnmacht und Gewalt.

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»Triumph des guten Willens«

Monday, February 1st, 2016

Eine filmische Auseinandersetzung mit den Polemiken Eike Geisels

95 Min., Gegenfeuer Produktionen, D 2016
Filmvorführung und Diskussion mit Regisseur Mikko Linnemann

14.02.2016 | 19:00 Uhr | Baracke | Münster

„Auschwitz bleibt deutsch. Als Verbrechen zwar, aber doch auch als unvergleichliche Spitzenleistung.“ So fasste der Publizist, Historiker und Übersetzer Eike Geisel (1945-1997) in einer seiner Kritiken den Stand deutscher Erinnerungspolitik – und traf damit nicht nur den neu aufkommenden Nationalismus der 1990er ins Mark, sondern auch rechte und linke (Vor-)Arbeiter*innen der „Wiedergutwerdung der Deutschen“.
 

Geisels bis heute aktuelle Polemiken jener Jahre stehen im Zentrum des Dokumentarfilms „Triumph des guten Willens“. Drei seiner Texte, eingesprochen von Robert Stadlober, werden mit kürzlich entstandenen Aufnahmen der beschriebenen Orte kontrastiert und so mit einer Normalität konfrontiert, die es nicht geben dürfte. Interviews mit Alex Feuerherdt, Klaus Bittermann, Hermann L. Gremliza und Henryk M. Broder beleuchten zudem ausführlich Geisels Thesen in Bezug auf die gegenwärtigen gesellschaftlichen Verhältnisse und gewähren Einblicke in sein Leben.

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No More Lies!

Sunday, September 13th, 2015

nml

Am gestrigen Samstag fand in der Innenstadt eine Kundgebung zur Kritik der wöchentlichen Koran-Stände des islamistischen Vereins “Lies!” statt, an der wir uns mit weiteren linken und antifaschistischen Gruppen aus NRW beteiligt haben. In unmittelbarer Nähe wurden auf der Ludgeristraße Flyer an die Passant*innen verteilt und Redebeiträge gehalten.

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“Keine Emanzipation ohne die der Gesellschaft”? Geschlechterverhältnisse und Kritische Theorie

Monday, November 3rd, 2014

Vortrag und Diskussion mit Barbara Umrath

16.11.2014 | 17:00 Uhr | Baracke | Münster

Kritische Perspektiven auf Geschlechterverhältnisse sehen sich aktuell mit einem doppelten Problem konfrontiert: Zum Einen scheinen Forderungen, die vor einigen Jahrzehnten von außer- parlamentarischen Kräften wie der Neuen Frauenbewegung oder der Schwulenbewegung artikuliert wurden, im politischen ‚Mainstream’ angekommen zu sein. Dabei gehen die Einschätzungen auseinander, ob es sich hier um eine ‚Erfolgsgeschichte’ oder nicht eher um eine (neoliberale) ‚Vereinnahmung’ handelt. Zum Anderen formiert sich in Blogs und Kampagnen ein mehr oder weniger offen aggressiver Anti-‚Genderismus’, der die scheinbar natürliche Zweigeschlechtlichkeit und Heterosexualität gegen die ‚Gender-Ideologien’ zu verteidigen sucht.

Im Vortrag soll versucht werden, diese widersprüchlichen Entwicklungen mit Hilfe der älteren Kritischen Theorie zu verstehen. Im Zentrum werden dabei Überlegungen zum Zusammenhang von Subjekt, ‚Männlichkeit’ und ‚Weiblichkeit’ sowie von Sexualität und Sinnlichkeit in der bürgerlichen Gesellschaft stehen.

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Tuesday, May 20th, 2014

 

03.06.2014 | 19:30 Uhr | Fürstenberghaus F3
Die Verwilderung des Patriarchats
in der Globalisierungsära

Vortrag und Diskussion mit Roswitha Scholz

 

18.06.2014 | 19:30 Uhr | Hörsaal S9
Unter Wiederholungszwang
Bürgerliches Subjekt, Geschlecht
und die Schwierigkeiten feministischer Kritik

Vortrag und Diskussion mit Karina Korecky

 

25.06.2014 | 19:30 Uhr | Hörsaal S9
Differenz und Nachträglichkeit
Zur Psychoanalyse des Geschlechterverhältnisses
Vortrag und Diskussion mit Christine Kirchhoff

 

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